Windows 7 am 14.1.2020 abgelaufen

Seit dem 14. Januar 2020 ist das bekannte Windows 7 abgelaufen.

Was bedeutet das für den Benutzer.

Zunächst, es wird weiterhin funktionieren wie bisher.

Aber:

Es gibt keine Updates mehr, was kurz gesagt bedeutet, je länger sie Windows 7 nach dem 14.Januar benutzen, um so unsicherer wird das System werden. Da hilft dauerhaft auch kein Antivirensystem, schon gar kein kostenloses.
Nutzen sie den Rechner nicht im Internet, spielt das keine Rolle. Ich persönlich würde aber schon ab März keine Geldgeschäfte mehr machen. Das Risiko wird von Tag zu Tag größer.

Entstandene Sicherheitslücken werden von Microsoft nicht mehr geschlossen. Es bedeutet weiterhin, das schon bald kein Hersteller von Hardware und Software mehr Unterstützung von ihren eigenen Systemen anbieten werden, die unter Windows 7 laufen.

Ich habe schon in den vergangenen Tagen festgestellt, das manche Hardware Hersteller schon keine Treiber für Windows 7 mehr anbieten.
Also werden die Probleme immer größer, wenn sie einen neuen Drucker brauchen, oder eine neue Grafikkarte oder ähnliches.

Das Umstellen ist keine besondere Sache. Hier die Möglichkeiten.

1: Das Upgrade

Vorteil:

Der Rechner bleibt wie er ist, nur das Betriebssystem wird ausgetauscht. Daten und Einstellungen bleiben komplett erhalten. Das sollte nicht mehr als ein paar Stunden dauern.

Nachteil:

Der ganze Müll der sich angesammelt hat, fehlerhafte Software, Hardware oder Einstellungen werden übernommen.
Der Rechner wird nicht schneller, eher langsamer, weil das alte System erst einmal auf dem Rechner bleibt
Sollte der Rechner schon älter als ca. 8 Jahre sein, könnte Windows 10 sich schon weigern das Upgrade zu machen.
Das muss man ausprobieren, in der Regel geht es aber.

Rechnen sie mit Kosten von ca. 50€ bis 70€

2. Das Update des Systems:

Vorteil:  

Die Festplatte wird neu installiert. Deswegen ist es wichtig die Daten die sie behalten wollen vorher zu sichern, denn diese werden beim Update nicht erhalten. Alles wird gelöscht und muss neu installiert werden. Natürlich auch Programme. Auf Wunsch mache ich das für sie)
Dafür ist aber der Rechner wieder so schnell wie am ersten Tag.

Nachteil:

Der Aufwand ist größer. Die Daten müssen gesichert werden, alles muss neu installiert werden, die Daten müssen zurück auf den Rechner. Das dauert alles länger als beim Upgrade
und ist auch etwas teurer.
Rechnen sie mit etwa 100€

 

3. Das update mit Austausch der Festplatte gegen eine SSD

Vorteil:

Der Rechner wird unerwartet schnell, startet in wenigen Sekunden und bleibt dauerhaft schnell.

Das Schlagwort hier heißt SSD (Solid State Disk) also die neuen schnellen Datenspeicher, die keine rotierende Scheibe mit Motor etc. enthalten (HDD). Die Daten liegen fest an einem Punkt und Windows kann direkt und ohne zu warten darauf zugreifen.

In der Praxis bedeutet das eine Bescheinigung um das doppelte. Je schneller und stärker ihr Prozessor ist und je größer und schneller ihr Arbeitsspeicher umso schneller wird das System.

Bei Einstiegsmodellen fällt es aber ganz besonders auf. Startet ein ca. 5 Jahre alter PC mit Windows 7 und herkömmlicher Festplatte nach durchschnittlich 2-3 Minuten, wird der selbe Rechner das ganze nach höchstens 1 Minute erledigt haben, eher sogar noch schneller.

Da die alte Platte ausgebaut wird um Platz für die neue zu schaffen ist eine Datensicherung nicht nötig, denn die alte Platte wird nach der Neuinstallation mit einem Adapter an den PC/Notebook anschlossen und die gewünschten Daten übertragen. Am einfachsten ist es, sie in ein USB-Gehäuse einzubauen das man dann einfach wie eine externe Platte benutzt.

Nachteil:

Mehr Aufwand, höhere Kosten.

Während das upgrade nichts kostet, wenn sie es selbst machen, kostet die Neuinstallation deutlich mehr weil der Aufwand deutlich höher ist.

Zum Update mit SSD kommen das die Kosten des neuen Speichers hinzu.

Zu den anfallenden Kosten für die SSD-Installation (50€), kommen die Kosten für die neue SSD-Festplatte

Für eine 256 GB große SSD ca. 48€
Für eine 512 GB große SSD ca. 70€

Diese SSD haben einen Zugriff, lesen und schreiben von rund 500Mb/s

Wollen sie es ganz schnell oder noch größer fragen sie einfach kurz an.

Die schnellere Version nennt sich M2 SSD und passt nur in aktuelle Notebooks oder auf neuere Mainboards.

Der Zugriff hier kann bis zu 3500MB/s betragen (bei den teuren Versionen)
Die Preise liegen hier etwa beim doppelten der normalen SSD, als nur etwas für Menschen die es richtig schnell brauchen oder wollen.



 

Fazit:

Der Umstieg auf Windows 10 sollte schnellst möglich erfolgen. Die Unsicherheit eines abgelaufenen Systems birg zu hohe Risiken. Zudem läuft Windows 10 sehr gut und unterscheidet sich zu seinen Vorgängern optisch nur wenig. Sie nutzen zudem Windows selbst so gut wie gar nicht, sondern Programme die sie bereits kennen und die sich nicht verändert haben.

Wer es wie ich schätzt, keine Zeit vor dem Rechner zu verschwenden, sollte im Zuge des Umstieges auf jeden Fall die neue schnelle Technik verwenden. Ich möchte meine SSD nicht mehr missen, zumal die Preise sich deutlich gesenkt haben, obwohl sie in der letzten Zeit wieder langsam ansteigen.

Die Kombination von SSD und WIndows 10 macht das ganze noch schneller, denn Window 10 wurde für die neuen schnellen Platten konstuiert.

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